Zum Inhalt springen

Training auf Rezept: Was zahlt die Krankenkasse beim Gerätetraining?

Wann die Krankenkasse Gerätetraining zahlt, was KGG ist, welchen Zuschuss es für Präventionskurse gibt und wer T-RENA bekommt.

Redaktion AMILU Stand 4 Minuten Lesezeit

Die Krankenkasse zahlt Gerätetraining, wenn Ihre Ärztin es als Krankengymnastik am Gerät verordnet, kurz KGG. Sie tragen dann nur die Zuzahlung. Für zertifizierte Präventionskurse gibt es einen Zuschuss. Nach einer Reha der Rentenversicherung kommt T-RENA in Frage, ohne Zuzahlung. Den Beitrag fürs Fitnessstudio übernimmt die Kasse nicht.

Wird Gerätetraining von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, als Heilmittel auf ärztliche Verordnung. Fitness-Training selbst ist dagegen kein Heilmittel. Die Heilmittel-Richtlinie schließt Maßnahmen aus, die dem Fitness-Training oder der Veränderung der Körperform dienen. Je nach Lage gibt es fünf Wege, und jeder wird anders bezahlt.

AngebotWer zahltWas Sie brauchen
Krankengymnastik am Gerät (KGG)gesetzliche Kasse, Sie zahlen 10 Prozent plus 10 Euro je Verordnung zu, ab 2027 plus 15 Euroärztliche Verordnung
Präventionskurs nach § 20 SGB VSie zahlen den Kurs, die Kasse gibt danach einen Zuschuss nach ihrer SatzungTeilnahmebescheinigung
FPZ-TherapieZuschuss je nach Vertrag Ihrer Kasse, sonst selbstFPZ-Therapie-Check
T-RENADeutsche Rentenversicherung, ohne ZuzahlungEmpfehlung der Reha-Klinik
Fitness-MitgliedschaftSie selbstkeine Verordnung

Was bedeutet KGG auf Rezept, und welcher Arzt verschreibt es?

KGG auf Rezept heißt, dass Ihre Ärztin Krankengymnastik am Gerät als Heilmittel verordnet hat. Verschreiben dürfen alle Ärztinnen und Ärzte mit Kassenzulassung, zum Beispiel aus der Hausarzt- oder Orthopädiepraxis. Verordnet wird KGG vor allem bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule und nach Verletzungen oder Operationen.

Trainiert wird an medizinischen Geräten wie Seilzügen und Sequenztrainingsgeräten. Höchstens drei Patientinnen oder Patienten trainieren parallel, jeder nach eigenem Plan. Anleiten und beaufsichtigen muss Sie die Therapeutin dabei direkt. Als Richtwert nennt die Leistungsbeschreibung der Kassen 60 Minuten je Termin. Bei Rücken- und Gelenkdiagnosen stehen bis zu 6 Einheiten auf einer Verordnung.

Zahlt die Krankenkasse das Fitnessstudio?

Nein, den Mitgliedsbeitrag übernimmt die Kasse nicht. Der Leitfaden Prävention der gesetzlichen Krankenkassen schließt es aus, Beiträge für Fitnessstudios und Sportvereine zu übernehmen oder zu bezuschussen. Über ihr Bonusprogramm kann die Kasse aber einen Bonus geben, wenn Sie regelmäßig an Präventionskursen oder vergleichbaren, qualitätsgesicherten Angeboten teilnehmen. Die Bedingungen legt jede Kasse in ihrer Satzung fest.

Wie viel zahlt die Kasse für einen Präventionskurs, und wie oft im Jahr?

Die Höhe des Zuschusses legt jede Krankenkasse selbst fest. Gefördert werden höchstens zwei Kurse pro Person und Kalenderjahr. Zuschussfähig sind nur Kurse nach § 20 SGB V, die die Zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert hat. Sie tragen das Siegel „Deutscher Standard Prävention“.

Ein solcher Kurs hat mindestens acht Einheiten von mindestens 45 Minuten und darf nicht an eine Mitgliedschaft gebunden sein. Gedacht ist er für Menschen ohne behandlungsbedürftige Erkrankung des Bewegungsapparats. Sie zahlen die Kursgebühr, nehmen regelmäßig teil und reichen danach die Teilnahmebescheinigung bei Ihrer Kasse ein. Seit dem 1. Januar 2026 ist dafür ein einheitliches Muster des GKV-Spitzenverbands verbindlich.

T-RENA: Wer bekommt Training nach der Reha bezahlt?

T-RENA bekommen Versicherte, die eine medizinische Reha der Deutschen Rentenversicherung abgeschlossen haben und denen die Reha-Klinik die Nachsorge empfohlen hat. Voraussetzung sind außerdem Einschränkungen am Haltungs- und Bewegungsapparat und eine positive Erwerbsprognose. Alternativ reicht es, wenn Sie mindestens drei Stunden am Tag arbeiten können. Wer eine Altersrente als Vollrente oder als Teilrente von mindestens zwei Dritteln bezieht oder beantragt hat, ist ausgeschlossen.

Vorgesehen sind bis zu 39 Trainingseinheiten in der Gruppe, je 60 Minuten, dazu eine Einweisung. Beginnen sollten Sie möglichst in den ersten sechs Wochen nach der Reha, spätestens nach drei Monaten. Eine Zuzahlung gibt es nicht, das Empfehlungsformular der Klinik gilt als Kostenzusage.

So ist es bei AMILU in Oberursel

Am Holzweg 14 gibt es diese Wege im selben Haus. Die Krankengymnastik am Gerät gehört zur Physiotherapie von AMILU. Zum Training im selben Haus gehören T-RENA nach der Reha und die Präventionskurse, die Physiotherapeuten von AMILU leiten. Angeboten wird derzeit das Funktionelle Ganzkörper-Krafttraining mit 8 Terminen à 60 Minuten.

Als offizielles FPZ-Therapiezentrum bietet AMILU die FPZ-Rückentherapie und FPZ-Programme für Hüfte, Knie und Osteoporose an. Wer nach Rezept oder Kurs weitermachen will, trainiert mit einer Fitness-Mitgliedschaft an EGYM- und fle-xx-Geräten. Fragen beantworten wir unter 06171 9780060 oder per Mail an info@amilu.de.

Zur Leistung bei AMILU So läuft es bei AMILU in Oberursel

Weitere Fragen zum Thema.

Kann man vom Arzt ein Rezept fürs Fitnessstudio bekommen?

Nein. Fitness-Training ist nach der Heilmittel-Richtlinie nicht verordnungsfähig. Verordnen kann die Ärztin Krankengymnastik am Gerät, die in der Physiotherapie unter Anleitung läuft.

Wie oft kann KGG verordnet werden?

Bei Rücken- und Gelenkdiagnosen stehen bis zu 6 Einheiten auf einer Verordnung, empfohlen sind 1 bis 3 Termine pro Woche. Als Orientierung für den ganzen Behandlungsfall nennt der Heilmittelkatalog 18 Einheiten, weitere Verordnungen sind mit Begründung möglich.

Welche Krankenkassen zahlen die FPZ-Therapie?

Das hängt vom Vertrag Ihrer Krankenkasse ab. Ob Ihre Kasse einen Zuschuss gibt, zeigt der FPZ-Therapie-Check in wenigen Sekunden. Ein Rezept über Krankengymnastik deckt die FPZ-Therapie nicht ab, weil sie kein Heilmittel ist.

Muss ich für einen Präventionskurs bei AMILU Mitglied im Studio sein?

Nein. Ein Präventionskurs mit Kassenzuschuss darf nicht an eine Mitgliedschaft gebunden sein. Sie buchen nur den Kurs.

Anrufen
Karriere